30. Internationaler Bayerncup und Bayerische Masters-Meisterschaften im Freiwasser locken Spitzensportler an den Lieblsee

Der Lieblsee bei Parkstetten präsentierte sich am vergangenen Samstag einmal mehr als hervorragende Bühne für den Freiwassersport. Der Schwimmverein Straubing e.V. war Ausrichter des 30. Internationalen Bayerncups (Volksschwimmen) sowie der zeitgleich ausgetragenen Internationalen Bayerischen aquafeel Meisterschaften der Masters über 2,5 Kilometer im Freiwasser. Insgesamt gingen dabei mehr als 100 Schwimmerinnen und Schwimmer an den Start. Beim traditionsreichen Bayerncup traten 23 Vereine mit knapp 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Bayern und Niedersachsen an. Parallel dazu kämpften bei den Bayerischen Masters-Meisterschaften 16 bayerische Vereine mit knapp 40 Aktiven um die begehrten Titel. Das Teilnehmerfeld war dabei außergewöhnlich stark besetzt. Neben zahlreichen Spitzenathleten waren mit Lauri Schnabel aus der finnischen Nationalmannschaft sowie Jaan Pasko aus der estnischen Nationalmannschaft auch internationale Schwimmer am Start. Zudem stellten sich unter anderem der Deutsche Kurzbahnmeister 2025 über 800 und 1.500 Meter Freistil Moritz Bockes, der mehrfache Masters-Weltmeisterschaftsteilnehmer Bastian Schorr sowie die mehrfache Bayerische Meisterin Franziska Kolb den Herausforderungen im 22 Grad warmen Wasser des Lieblsees.

Starke Straubinger Leistungen auf allen Distanzen

Auf den angebotenen Distanzen über 2,5 Kilometer, 3,8 Kilometer, 5,0 Kilometer und 7,5 Kilometer zeigten die Athletinnen und Athleten hochklassigen Freiwassersport. Auch die Gastgeber des Schwimmvereins Straubing überzeugten mit zahlreichen starken Leistungen.

Über die 2.500 Meter Freistil war Tobias Bremm in 37:37,52 Minuten schnellster Straubinger Schwimmer. Mit dieser Zeit gewann er souverän die Altersklasse 40/45. Ebenfalls einen Altersklassensieg sicherte sich Florian Jobst, der die Altersklasse 50/55 in 38:38,09 Minuten deutlich für sich entschied.

Als schnellste Straubingerin überzeugte die erst 13-jährige Eva Hartmann. In starken 39:41,83 Minuten belegte sie Rang sieben im Gesamtfeld und unterstrich ihr großes Talent im Freiwasser. Trainerin Claudia Mariani komplettierte das erfolgreiche Abschneiden mit dem dritten Platz in der Altersklasse 20/25 und einer Zeit von 50:06,68 Minuten. Die 3.800-Meter-Distanz nutzte Freiwasserspezialist Markus Schuirer als wichtigen Formtest für die Anfang Juli anstehende Challenge Roth. Mit einer hervorragenden Zeit von 1:07:27,10 Stunden stellte er einen neuen Vereinsrekord auf und belegte Rang sechs im Gesamtklassement.

Über die 2500-Meter holte sich Trainerin Claudia Mariani (links) Bronze und schnellste Straubinger Schwimmerin war Eva Hartmann (rechts). Foto: Schuirer

Bei den Damen wagte sich erstmals Trainerin Anna Schuirer über die Ironman-Distanz von 3,8 Kilometern. Mit einer starken Leistung und neuem Vereinsrekord von 1:14:30,13 Stunden sicherte sie sich die Bronzemedaille und gehörte damit zu den erfolgreichsten Straubinger Teilnehmerinnen des Tages.

Über die 5.000 Meter stellte sich Langstreckenschwimmerin Annika Fink erstmals der Herausforderung im Freiwasser. Die Straubingerin meisterte ihre Premiere eindrucksvoll und gewann in 1:34:47,78 Stunden die Silbermedaille. Zum Abschluss sorgten die beliebten 3 x 1,25-Kilometer-Staffeln für zusätzliche Spannung. Gleich drei Teams des Schwimmvereins Straubing gingen an den Start. Neben den Nachwuchstalenten Anna Stahl und Michael Primbs sammelten auch die Freiwasser-Neueinsteigerinnen Marina Lettl und Victoria Roith wertvolle Wettkampferfahrung. Die Straubinger Staffeln belegten die Plätze vier, fünf und sechs und ließen den erfolgreichen Wettkampftag anschließend gemeinsam ausklingen.

Sonniges Wetter dank Schirmherrschaft

Besonderen Zuspruch erhielt die Veranstaltung von politischer Seite mit (v.l.n.r.): Klaus Woryna (Vizepräsident Bayerischer Schwimmverband), stv. Landrätin Barbara Unger, Bürgermeister Martin Panten, 2. Bürgermeister der Stadt Straubing Dr. Albert Solleder, Prof. Dr. Bastian Esefeld und Roland Kolb (beide Vizepräsidenten BSV). Foto: Schuirer

Besonderen Zuspruch erhielt die Veranstaltung auch von politischer Seite.

Bürgermeister Martin Panten hatte in diesem Jahr die Schirmherrschaft übernommen. Mit einem Augenzwinkern versprach er im Vorfeld sonniges Wetter – ein Versprechen, das er bei idealen Bedingungen am Lieblsee offensichtlich einhielt.

Für den Landkreis Straubing-Bogen besuchte die stellvertretende Landrätin Barbara Unger die Veranstaltung, für die Stadt Straubing war der Zweite Bürgermeister Dr. Albert Solleder vor Ort.

Alle drei Mandatsträger zeigten sich beeindruckt von der Teilnehmerzahl, dem sportlichen Niveau und der professionellen Durchführung der Veranstaltung. In ihren Grußworten hoben auch Klaus Woryna und Prof. Dr. Bastian Esefeld, beide Vizepräsidenten des Bayerischen Schwimmverbandes, die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Schwimmverein Straubing sowie die besondere Atmosphäre und die attraktive Wettkampfstätte am Lieblsee hervor.

Großer Dank an Helfer und Partner

Ein besonderer Dank des Veranstalters gilt der BRK-Bereitschaft Aiterhofen, der Wasserwacht Parkstetten, der Wasserwacht Waltendorf, dem Straubinger Kanu-Club sowie der Segel- und Windsurfgemeinschaft Straubing, die mit ihrem Einsatz wesentlich zum sicheren und reibungslosen Ablauf der Veranstaltung beigetragen haben. Mit hochklassigem Sport, internationaler Beteiligung und perfekten Bedingungen erwies sich die Jubiläumsauflage des 30. Internationalen Bayerncups erneut als Aushängeschild des Freiwasserschwimmens in Bayern und als Werbung für den Sportstandort Straubing-Parkstetten.

Das Straubinger Freiwasserteam beim Start am Lieblsee (v.l.n.r.): Victoria Roith, Michael Primbs, Florian Jobst, Annika Fink, Tobias Bremm, Markus Schuirer, Claudia Mariani, Anna Stahl und Marina Lettl (es fehlt Anna Schuirer), Foto: Schuirer
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